Einer der architektonisch schönsten Landgasthöfe im Wasseramt ist unbestritten das „Kreuz“ in Kriegstetten. Wie mächtig ist seine schön gegliederte Fassade gegen die Strasse mit ihren proportionierten Fensterreihen unter dem Walmdach, den rustizierten Eckquadern und dem profilierten Sandsteinportal. Auch im Innern befindet sich Wertvolles, vor allem ein einzigartiges Drehbuffet und einer der charakteristischen Kachelöfen aus der Manufaktur der Familie Wysswald von Solothurn.
Der Gasthof zum „Kreuz“ hat seine Vergangenheit. 1678 erhielt Niklaus Lüthy den Tavernenbrief. Der Rat bewilligte zudem das obligate Schild in der Form: „im weissen Feld ein rotes Kreuz“ 1773 stelle der Besitzer der Taverne, Johann Glutz, dem Rate ein Begehren um Bauholz: denn seinem Wirtshaus drohe der Einsturz. Er beauftragte Paolo Antonio Pisoni mit der Herstellung von Plänen. Diese sind heute noch vorhanden und weisen nach Art der Zeichnung eindeutig auf den jüngeren Pisoni hin. Er war es denn auch, der den Gasthof in seiner hohen künstlerischen Qualität 1774 erstellt hatte. Das „Kreuz“ blieb dann bis 1867 im Besitze der Glutz, kann dann für längere Zeit an die Familie Steiner und schliesslich an Erich Gugger, der es 1967 einer gründlichen und glücklichen Renovation unterzog.
NACHTRAG
Rund 20 Jahre später, nämlich im Frühling 1988, beginnt im Kreuz ein neues Kapitel. Die Familie Bucher fühlt sich der Tradition des Hauses verpflichtet und ist stets bemüht – nach der Richtlinie: „Die kreative Küche im historischen Landgasthof“ – den Erwartungen des Gastes in jeglicher Hinsicht gerecht zu werden.
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